Porträt der Deutschen Minderheit – Geschichte zum Nachhören

 

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Buchenland | Banat | Siebenbürgen: Bekokten und Seligstadt | Holzmengen und Hermannstadt

In verschiedenen Workshops haben Jugendliche in ganz Rumänien Aufnahmen mit Angehörigen der deutschen Minderheit gemacht. Dabei befragten sie Menschen aus dem Buchenland, aus Siebenbürgen und aus dem Banat und erfuhren viel über die Vergangenheit der Deutschen in Rumänien, über ihre Bräuche und Traditionen, aber auch über Gegenwart und Zukunft.

Diese Webseite soll die verschiedenen Interviewprojekte zusammenführen und Interessierten einen Einblick in die Geschichte geben. Augenzeugen erzählen, wie es früher war und was sich verändert hat und wie es heute ist, als Deutscher oder Deutsche in Rumänien zu leben.

 

Buchenland

Im Buchenland leben heute nur noch wenige Deutsche. In der Vergangenheit waren die Bräuche und Traditionen viel stärker ausgeprägt. Bei einem Projekt im Sommer 2014 erzählten die Befragten vor allem gern von dem Essen, das ein wichtiger Bestandteil der Feiertage war. Aber auch andere Themen wurden angesprochen.

Unterstützt wurde das Projekt vom Institut für Auslandsbeziehungen und dem Deutschen Forum in Suceava. Durchgeführt wurde es von ifa-Kulturmanager Ina Gohn-Kreuz.

 

Banat

Im Kreis Timis im Banat leben heute die meisten der verbliebenen Deutschen in Rumänien, die der Minderheit angehören. Das Deutsche Forum der Banater Jugend führte im Mai 2015 einen Workshop durch, bei dem Banater Schwaben über die Vergangenheit der Minderheit und ihre persönliche Lebensgeschichte berichteten. Die Teilnehmer des Workshops bearbeiteten im Anschluss die Interviews, die hier in voller Länge nachzuhören sind.

Das Projekt wurde gefördert vom Deutschen Bundesministerium des Innern und durchgeführt vom Deutschen Forum der Banater Jugend mit Unterstützung der ifa-Redakteurin beim Funkforum in Temeswar, Annik Trauzettel.

Siebenbürgen

Bekokten und Seligstadt

Die deutsche Gemeinschaft in den Nachbarortschaften Bekokten und Seligstadt bei Fogarasch ist heute auf wenige Menschen zusammengeschrumpft. In einem kombinierten Foto- und Audioprojekt führten Jugendliche aus ganz Rumänien im November 2014 Interviews mit den verbliebenen Sachsen in den Dörfern durch und fotografierten sie in ihrem Alltag. Entstanden ist eine Ausstellung, die bereits im Deutschen Kulturzentrum Kronstadt zu sehen war.

Das Projekt wurde gefördert vom Bundesministerium des Innern und durchgeführt im Jugendzentrum Seligstadt. Organisiert hat es der ifa-Kulturmanager bei der Evangelischen Kirche A.B. in Fogarasch, Alexander Nutz.

Holzmengen und Hermannstadt

In Holzmengen gibt es heute keine Sachsen mehr, die dauerhaft im Ort geblieben ist. In den 1990er Jahren war der Ort sehr stark von der Auswanderung betroffen. Einige der Sachsen kehrten allerdings regelmäßig in ihre Häuser zurück und verbringen heute, zum Teil im Rentenalter, den Sommer in ihrer alten Heimat. In einer Fortführung des Projekts in Seligstadt und Bekokten nahmen Jugendliche im Mai 2015 ihre Lebensgeschichten auf und porträtierten die Personen fotografisch. Ergänzt werden die Geschichten aus Holzmengen durch zwei Interviews, die in Hermannstadt geführt wurden, welches heute das wichtigste kulturelle Zentrum der Siebenbürger Sachsen darstellt.

Das Projekt wurde durchgeführt vom ifa-Kulturmanager Alexander Nutz in Kooperation mit der ifa-Kulturmanagerin Tabea Freutel und fand mithilfe der finanziellen Unterstützung des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) und des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien statt.



 

 
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